Urlaub nur für Insta­gram?

Insta­gramma­bi­li­ty: was ist das eigent­lich? Im Grunde genom­men beschreibt es einfach nur, ob ein Bild Insta­gram-taug­lich ist, oder nicht. Also ob es den Wert hat, auf Insta­gram gepos­tet zu werden. Für viele User in den Gene­ra­tio­nen Y und Z steckt da aber ein viel grö­ße­res Geheim­nis dahin­ter.

Hohe Palmen säumen einen sonnigen, weißen Sandstrand; zwei Menschen spazieren am Ufer entlang unter einem strahlend blauen Himmel - die perfekte Inspiration für ein lebendiges Branding bei IDEENHAUS.

#tou­ris­mus

Welche Aspek­te sind ent­schei­dend für den nächs­ten Urlaub? Noch vor Kurzem ging es haupt­säch­lich darum, dass man an der Desti­na­ti­on best­mög­lich Erho­lung und Spaß erfah­ren kann. Heute wählen die meis­ten jün­ge­ren Urlau­ber ihr nächs­tes Rei­se­ziel nach Insta­gramma­bi­li­ty aus. Alles muss per­fekt sein. Das Hotel, die Restau­rants und natür­lich das Rei­se­ziel mit min­des­tens 1000 unglaub­li­che Orten, die man für die nächs­te Insta­gram-Bil­der­stre­cke besu­chen kann. Die Ent­span­nung kann da schon einmal auf der Stre­cke blei­ben.

Natür­lich wird einem das per­fek­te Leben inklu­si­ve dem per­fek­ten Urlaub auf Insta­gram nur vor­ge­gau­kelt. Nicht umsonst gibt es bis heute unzäh­li­ge Tra­vel­b­log­ger und Influen­cer, die genau auf dieses Thema spe­zia­li­siert sind und das zu ihrem Job gemacht haben. Sie schaf­fen Sehn­suchtsor­te: ein­sa­me, end­lo­se, weiße Strän­de, traum­haf­te Aus­sichts­punk­te, ver­steck­te Boho-Villen und natür­lich unzäh­li­ge fancy Hips­ter-Restau­rants.


#damus­sich­hin

Bei diesen gestell­ten Auf­nah­men denken sich viele Abon­nen­ten dann: „DA MUSS ICH HIN!“ und teilen die Nach­richt weiter. Im Ide­al­fall für den Blog­ger bzw. Influen­cer. Denn nur so ver­die­nen Tra­vel­b­log­ger ihr Geld. Sie müssen Men­schen errei­chen und Inter­ak­ti­on erzie­len. Das ist die Wäh­rung im Influen­cer-Busi­ness. Die Down­si­de? Von ein­sa­men, endlos weißen Strän­den muss man sich dann aber an dem einen oder ande­ren ehe­ma­li­gen Geheim­tipp ver­ab­schie­den.


Insta­gram als Bau­vor­la­ge

Auch die Archi­tek­tur schafft viele insta­gramma­ble Places. Inzwi­schen werden Gebäu­de und Orte so kon­stru­iert, dass sie per­fek­te Insta­gram-Spot werden und so zu #ins­ta­fa­me gelan­gen. Ganz gleich, ob es das kom­plet­te Gebäu­de ist oder auch nur eine Wand im Innen­raum – die Grö­ßen­ord­nung vari­iert je nach Pro­jekt. Ein sehr belieb­ter Insta­gramm­ble Spot in Deutschland ist übri­gens die Hän­ge­seil­brü­cke Gei­er­lay. Diese Loca­ti­on ist zwar nicht expli­zit für Insta­gramm­er geplant worden, aber so ziem­lich jeder Besu­cher der Brücke hat ein Foto davon in seinem Insta­gram-Port­fo­lio. So viel zum Thema Indi­vi­dua­lis­mus …

Fotos von Tron LeChris Murray und Alex­an­der Abero auf Uns­plash

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Ein Mann mit dunklen Haaren und einem Bart, der ein weißes Hemd und eine dunkle Jacke trägt, lächelt vor einem blaugrünen Hintergrund. Das Foto ist in einem kreisförmigen Rahmen ausgeschnitten.

Maximilian Kratzer

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