SXSW: What hap­pens in Austin, won’t stay in Austin!

SXSW: What hap­pens in Austin, won’t stay in Austin!

17.03.2023

Julia­ne, Marion und Max waren gemein­sam für eine Woche in Austin, um bei der South by Sou­thwest, die größte Digi­tal­kon­fe­renz und Fes­ti­val neue Inspi­ra­tio­nen und Impul­se zu sam­meln. Wäh­rend im letz­ten Jahr noch Crypto und NFT im Zen­trum des Inter­ac­ti­ve-Teils stan­den (ansons­ten gibt es noch die Gebie­te Film & TV sowie Musik), waren dieses Jahr zahl­rei­che Themen rund um digi­ta­le Iden­ti­tä­ten, Meta­ver­se und Web3 sowie Gemein­wohl und der Mensch im Fokus.

Austin – Live music capi­tal of the world

Die Posi­tio­nie­rung der Stadt Austin in Texas ist klar. Die selbst­er­nann­te Haupt­stadt der Live Musik steht für Enter­tain­ment, für Musik, für laut, für bunt, für schrill. Laut und schrill war es in jedem Fall, wobei viele Stra­ßen auch ver­kehrs­be­ru­higt wurden, um die Men­schen­strö­me zu ver­tei­len. Das ist auch gelun­gen. Grö­ße­re Klum­pen gab es tat­säch­lich nicht. Dafür aber das alt­be­kann­te Bild langer Men­schen­schlan­gen vor man­chen Venues, in denen es große Talks und Key­notes gab. Zum Ende unse­res Auf­ent­hal­tes hat auch das musi­ka­li­sche Pro­gramm immer weiter zuge­nom­men und immer mehr Künst­ler waren in der Stadt zu sehen. Ins­be­son­de­re im UK House konn­ten wir am letz­ten Abend noch einige span­nen­de Music-Acts erle­ben

Drei Personen lächeln und posieren vor einem farbenfrohen SXSW 2023-Hintergrund mit großen illustrierten Blumen mit Gesichtern, leuchtenden Farben und kreativen Anspielungen auf KI. Alle tragen Veranstaltungsplaketten und sehen glücklich aus, auf dem Festival zu sein.

Meta­ver­se, Web3, AI

Die aller­meis­ten Vor­trä­ge, Dis­kus­sio­nen und Vor­stel­lun­gen dreh­ten sich um künst­li­che Intel­li­genz, das bzw. die Meta­ver­sen und das dezen­tra­le Web3. Vor allem die Frage danach, was denn eigent­lich „dieses Meta­ver­se“ ist und wo wir es finden, trieb viele Köpfe an. Dass es nicht „das Meta­ver­se“ gibt, ist klar. Aber wo ziehen wir denn wirk­lich die Grenze? Ab wann befin­det man sich in dem, was wir als Meta­ver­se zu ver­ste­hen glau­ben? Oder sind wir eigent­lich mit­ten­drin? Sind wir nicht mit all unse­ren Devices, digi­ta­len Iden­ti­tä­ten schon mit­ten­drin? Ziem­lich sicher ist, dass gerade Gaming und Enter­tain­ment bereits so „meta“ sind, dass die Gren­zen hier gänz­lich ver­schwim­men. Ein toller Bereich auch für Marken, um die Men­schen dort zu erwi­schen, wo sie sich wohl­füh­len, wo sie sich spie­le­risch ver­bin­den, wo sie ihre Zeit genie­ßen. Wich­tig: das Mar­ken­er­leb­nis muss sich dem Umfeld unter­ord­nen und nicht anders­her­um. Das bedeu­tet, dass Marken nur in authen­ti­schen Umfel­dern statt­fin­den soll­ten, damit die Glaub­wür­dig­keits-Schere nicht zu weit auf­ge­macht werden muss.

Meta­ver­se, Web3, AI

Eine Podiumsdiskussion auf der SXSW mit vier Rednern erforscht KI und Innovation auf der Bühne vor einem großen Bildschirm mit dem Titel "Come play in the real metaverse". Das Publikum schaut aufmerksam zu, viele tragen orangefarbene Schlüsselbänder.

Unsere Key­fin­dings:

  • Das Meta­ver­se (wie viele andere Tech­no­lo­gien auch) wird der­zeit kurz­fris­tig über­schätzt und lang­fris­tig unter­schätzt. Sprich: Im Moment wird der Begriff (ohne echte Klar­heit dar­über) unver­hält­nis­mä­ßig stark pene­triert, aber die lang­fris­ti­ge Relevanz und der Impact noch nicht gese­hen. Hier braucht es kluge Köpfe, um die Mög­lich­kei­ten früh aus­zu­pro­bie­ren und eben auch Marken hier sauber zu posi­tio­nie­ren und zu schüt­zen.

  • Das Meta­ver­se ist ver­mut­lich die Zukunft des Inter­nets wie wir es heute kennen und wird dafür sorgen, dass unsere Expe­ri­ence deut­lich immersi­ver sein wird. Es wird kein „ich gehe jetzt ins Meta­ver­se“ sein. Wir werden in der realen Welt als wir unter­wegs sein und par­al­lel dazu in einem Meta­ver­sum als digi­ta­ler Avatar.

  • Es gibt nicht das eine Meta­ver­sum, son­dern Meta­ver­se ist, was wir daraus machen. In jedem digi­ta­len Raum können wir uns in einem Meta­ver­sum befin­den und eines daraus machen. Zen­tra­lis­ti­sche Ansät­ze gelten hier nicht. Zumin­dest noch nicht. Es wird span­nend, was wir daraus machen und ob wir die Technologie gewinn­brin­gend und vor allem so ein­set­zen, dass alle davon par­ti­zi­pie­ren können.
Vier Diskussionsteilnehmer sitzen auf einer Bühne für eine KI-Diskussion auf der SXSW 2023, hinter ihnen ein Banner. Das Publikum ist im Vordergrund zu sehen, und der Raum hat eine professionelle Konferenzatmosphäre.
  • Mar­ken­wert und Branding werden zum mess­ba­ren Asset und ver­meint­lich mess­ba­re Kommunikation und Akti­vie­rung werden stark über­schätzt. In einer von tech­ni­schen Hürden geplag­ten Ses­si­on der Effec­ti­ve­ness-Kory­phäe Les Binet hat er darauf hin­ge­wie­sen, dass das was wir heute messen oft­mals einen star­ken Bias hat. In einer Studie gemein­sam mit Meta hat er nun end­lich auch mess­bar gezeigt, was wir seit Jahr­zehn­ten pre­di­gen: dass Brand-Buil­ding lang­fris­tig deut­lich mehr Effekt hat, als kurz­fris­ti­ge Kam­pa­gnen. Den größ­ten Effekt haben natür­lich beide Dis­zi­pli­nen gemein­sam.

  • Die Haupt­stadt der Live-Musik ist in den letz­ten Jahren sehr stark gewach­sen. Flä­chen, die noch vor weni­gen Jahren Loca­ti­on für kleine Food­courts und Start­ups waren, muss­ten großen Hotel­kom­ple­xen wei­chen.

  • Aus­tausch mit Men­schen aus der ganzen Welt klappt immer noch am besten in Person (oder bald auch via Holo­gramm). Es war echt toll, sich mit ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven aus­ein­an­der­zu­set­zen und zu erle­ben. Und natür­lich hat es uns auch gefreut, sich mit den Freun­den von Brand­Trust, SWISS KRONO und Sta­bi­lo zu tref­fen! 

PS: Für viele Wie­der­keh­rer war das Fee­ling übri­gens ein ganz ande­res. Deut­lich weni­ger Fes­ti­val, dafür kom­mer­zi­el­ler und weni­ger nahbar. Gelohnt hat es sich aber alle­mal!
Wir werden auch nächs­tes Jahr wieder dabei sein und Impul­se und Inno­va­tio­nen auf­sau­gen.

Autor

Max Krat­zer

Portraitbild von Max Kratzer

Lei­tung Digi­tal

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Ein Mann mit dunklen Haaren und einem Bart, der ein weißes Hemd und eine dunkle Jacke trägt, lächelt vor einem blaugrünen Hintergrund. Das Foto ist in einem kreisförmigen Rahmen ausgeschnitten.

Maximilian Kratzer

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