Bio­fach und VIVANESS


Der grüne Nabel der Welt: BIOFACH und VIVANESS 2020

Drei Buch­sta­ben stehen für den Wandel in unse­rer Gesell­schaft: B I O. Was einst als „grüne Gesin­nung“ aus­ge­legt wurde, ist heute ein Bekennt­nis zu guter Pro­dukt­qua­li­tät, zur Scho­nung von Natur, Land­schaft und Res­sour­cen.

Zuletzt haben das Bie­nen­ster­ben und die Volks­ab­stim­mung „Rettet die Bienen“ bei vielen Men­schen ein neues Bewusst­sein für die Zusam­men­hän­ge in der Natur geschaf­fen – und für die Not­wen­dig­keit einer nach­hal­ti­gen, ver­ant­wor­tungs­vol­len Land­wirt­schaft.

Beruf Bauer der neue Trend­set­ter?

Unge­spritz­te Äpfel und Deme­ter Sand­dorn-Schnit­ten waren einst Nischen­pro­duk­te, die nur im Reform­haus erhält­lich waren. Bio­lo­gisch ange­bau­te Kar­tof­feln gab es vom Bauern, der als Freak von seinen kon­ven­tio­nell agie­ren­den Kol­le­gen belä­chelt wurde. Das hat sich glück­li­cher­wei­se gewal­tig geän­dert.

Bio-Pro­duk­te sind auch in den großen Super­märk­ten und Dis­coun­tern erhält­lich. Sie bieten Bio-Eigen­mar­ken sowie Pro­duk­te, die renom­mier­te Bio-Siegel wie Natur­land tragen.
Nun gibt es bei Edeka Obst und Gemüse in Deme­ter Qua­li­tät, das ist der „Gold Stan­dard“ unter den Bio-Sie­geln.
Und natür­lich sind wei­ter­hin enga­gier­te Bio-Ein­zel­händ­ler und Bio-Super­märk­te Quel­len für Lebens­mit­tel, Tier­fut­ter, Kos­me­ti­ka oder Haus­halts­mit­tel in zer­ti­fi­zier­ter Bio-Qua­li­tät.

Eine Person steht auf einem Feld und hält mehrere frisch geerntete, mit Schmutz bedeckte Kartoffeln in der ausgestreckten Hand.

Ein Pflicht­ter­min für die gesam­te Bran­che ist die BIOFACH, die welt­größ­te Messe für Bio-Pro­duk­te. Und weil das Bewusst­sein für nachhaltig und ver­ant­wor­tungs­voll her­ge­stell­te Pro­duk­te sich längst nicht mehr nur auf Lebens­mit­tel bezieht, findet par­al­lel die VIVANESS statt, eine großartige Messe für Natur­kos­me­tik­pro­duk­te. Ins­ge­samt werden 3.781 Aus­stel­ler ihre Pro­duk­te prä­sen­tie­ren.

„Cur­ry­wurst mit Pommes klingt auch irgend­wie nach Diesel-SUV und nach Ver­gan­gen­heit"

Denn nicht nur die indi­vi­du­el­len Kon­su­men­ten stehen im Fokus der BIOFACH. Eine neue Ziel­grup­pe sind Köche in Groß­kü­chen und in der Gas­tro­no­mie. Das ist eine gute Nach­richt, denn damit würde diese Ernäh­rungs­wei­se noch mehr Men­schen zugäng­lich gemacht werden.

Vegan: Die Ant­wort auf Kli­ma­wan­del und unge­sun­de Ernäh­rung

Das Thema vegane Lebens­mit­tel nimmt weiter an Bedeu­tung zu. Spä­tes­tens seit der popu­lä­ren Net­flix Doku „The Game Chan­gers“ weiß auch die Serien-affine Couch­po­ta­to Com­mu­ni­ty etwas zu dem Thema. Der Ver­zicht auf tie­ri­sche Pro­duk­te zum Schutz der Umwelt, aber auch aus ethi­schen Grün­den, beschäf­tigt über­wie­gend die Gene­ra­ti­on Y und die Mil­len­ni­als.

Clean eating, also der Ver­zicht auf Zusatz­stof­fe im Essen, ergänzt diesen Trend und trifft den Zeit­geist vieler ernäh­rungs­be­wuss­ter Men­schen.

Eine Schale mit grünem Smoothie und zwei Kiwi-Scheiben steht auf einer dunklen Holzplatte, umgeben von Spinatblättern und einem goldenen Löffel.

Kon­gress mit vielen Impul­sen für Her­stel­ler und Händ­ler

Neben einer Fülle neuer Pro­duk­te von eta­blier­ten Unter­neh­men, aber auch von New­co­mern, gibt es auf bei BIOFACH und VIVANESS noch eini­ges mehr zu ent­de­cken.

Fester Bestand­teil ist der par­al­lel statt­fin­den­de Fach­kon­gress. Hier spre­chen Pro­du­zen­ten, Händ­ler, Ver­bän­de, Ver­ar­bei­ter und erfah­re­ne Dienst­leis­ter über ihre Her­aus­for­de­run­gen und ihre Arbeit. Dabei werden Themen der gesam­ten Han­dels­ket­te vom Feld bis auf den Teller behan­delt. Aber auch das Mar­ke­ting für die Pro­duk­te ist ein fort­wäh­rend aktu­el­les Thema.
Lebens­mit­tel-Multis wie Nestlé & Co drän­gen auf den wach­sen­den Bio-Markt. Rewe, Aldi oder Kauf­land sind mit ihren eige­nen Bio-Marken prä­sent und nehmen dafür viele Regal­me­ter in Anspruch.

Wie können die eta­blier­ten Bio-Marken in diesem Wett­be­werb bestehen? Mit SEMIOTIK!

Genau damit beschäf­tigt sich der Vor­trag von Sabine Kropf, IDEENHAUS Geschäfts­füh­re­rin. Sie wird zeigen, wie es Bio-Marken durch semio­ti­sche Codes gelingt, sich auch im Mas­sen­markt – also im klas­si­schen Lebens­mit­tel­han­del – gegen die wach­sen­de Zahl der Bio-Ange­bo­te und deren Signa­le durch­zu­set­zen. Inter­es­sen­ten soll­ten am Mitt­woch, 12. Febru­ar 2020 um 16:00 Uhr in den Raum Oslo im Mes­se­zen­trum Nürn­berg kommen.

Bild­quel­le: Markus Spiske, Agence Pro­duc­teurs Locaux Damien Kühn und Kimzy Nanney aus Uns­plash

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Marion Endres - Inhaberin IDEENHAUS

Marion Endres

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